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Andacht für Zuhause

Hauspostille zum aktuellen Sonntag / Feiertag

Ein Gruß an alle, die von den Umständen mit dem Corona-Virus jetzt zur Vereinzelung gezwungen sind. Eine Hauspostille ist ein Andachtsbuch, das uns verbinden soll, den Gottesdienst am Sonntag - aus welchen Gründen auch immer - zuhause und in der Hausgemeinschaft feiern zu können, den Feiertag zu heiligen und der Woche eine Struktur zu geben. Sei es, dass die Kirche zu weit weg ist, der Weg durch das Alter zu mühsam ist oder es verboten ist, den eigenen Glauben öffentlich zu leben, ja oder - wie jetzt -das Eindämmen einer Krankheit uns voneinander isoliert: Wir wollen uns trotzdem zusammenfinden.
Denn jeder Gottesdienst reißt den Horizont über uns auf, der weiter ist als unsere jetzige Situation und Enge. Er stellt uns in den umfassenden Zusammenhang Gottes, der immer schon da ist, auch wenn wir in unserer Vereinzelung auf uns selbst geworfen sind. Es ist die ganze Wirklichkeit über Raum und Zeit, mit der Gott uns verbindet: Mit all denen, auf deren Spuren wir heute glauben und leben, hoffen und lieben. So können unsere Befürchtungen und Ängste, unser Fragen und unsere Zweifel Raum haben, und sich trotzdem einordnen: Weil wir nicht losgelöst sind, sondern verbunden sind. Dem lasst uns gemeinsam nachspüren.

Hier kann die Hauspostille auch als pdf runtergeladen werden:

15.5.2022 Kantate  -> Heftfaltung  -> fortlaufender Text

8.5.2022 Jubilate  -> Heftfaltung  -> fortlaufender Text

1.5.2022 vom guten Hirten  -> Heftfaltung  -> fortlaufender Text

24.4.2022 Quasimodogeniti  -> Heftfaltung  -> fortlaufender Text

17.4.2022 Ostersonntag  -> Heftfaltung   -> fortlaufender Text

15.4.2022 Karfreitag  -> Heftfaltung  -> fortlaufender Text

13.4.2022 Passionsandacht  -> Heftfaltung  -> fortlaufender Text

10.4.2022, Palmarum  -> Heftfaltung   -> fortlaufender Text

Wenn Sie sie als E-mail erhalten möchten, geben Sie uns gerne Bescheid: neuburg@elkm.de

 

 

Hauspostille zum Sonntag Jubilate, dem 8.Mai 2022

Wir machen uns in der geglaubten Gemeinschaft und der Gemeinschaft im Haus auf und segnen uns für den Weg:

Die Gnade unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus, und die Liebe Gottes, und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Jubilate, jauchzt alle Lande Gott zu Ehren, heißt dieser Sonntag, der eine große Linie zieht von der Schöpfung am Anbeginn der Welt über die neue Schöpfung in der Auferstehung Jesu bis zu unserer eigenen Neuschöpfung in Christus, die eine Linie der Liebe Gottes zu uns. So sagt Paulus uns im Wort für die Woche: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden (2. Korinther 5,17). Diese Sicht auf unsere Welt und unser Leben ist die Freudenbotschaft, die uns verwandeln soll:

Einstimmung: Leitvers Ps 66,51-2 und Psalm 66,5-6.8-9

Halleluja! Jauchzet Gott, alle Lande, Halleluja!
Lobsinget zur Ehre seines Namens, Halleluja!
Rühmet ihn herrlich, Halleluja!

Kommt her und sehet an die Werke Gottes, ※
der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.

Er verwandelte das Meer in trockenes Land,/
sie gingen zu Fuß durch den Strom; ※
dort wollen wir uns seiner freuen.

Lobet, ihr Völker, unsern Gott, ※
lasst seinen Ruhm weit erschallen,

der unsre Seelen erhält am Leben ※
und lässt unsere Füße nicht gleiten.

Halleluja! Jauchzet Gott, alle Lande, Halleluja!
Lobsinget zur Ehre seines Namens, Halleluja!
Rühmet ihn herrlich, Halleluja!

Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und den Heiligen Geist.

Wie im Anfang so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen.

Wir begrüßen und preisen den auferstandenen, lebendigen und einzigen Herrn Jesus Christus:

Christ ist erstanden
von der Marter alle;
des solln wir alle froh sein,
Christ will unser Trost sein.
Kyrieleis.

Wär er nicht erstanden,
so wär die Welt vergangen;
seit dass er erstanden ist,
so lobn wir den Vater Jesu Christ.
Kyrieleis.

Halleluja,
Halleluja,
Halleluja!
Des solln wir alle froh sein,
Christ will unser Trost sein.
Kyrieleis.

Wir beten in der Stille...

Beim Schein der Morgendämmerung,
auf der Höhe des Tages
wachen wir und bitten dich,
Urheber des ewigen Lichtes:
Lass Dein großes Licht über uns aufgehen!
Dich sollen unsere Lippen preisen!
Dich soll unser ganzes Leben loben
Dich soll unsere Andacht ehren!
Durch unseren Herrn Jesus Christus,
der mit dir und dem Heiligen Geist
lebt und regiert ohne Ende. Amen.
(Ansgar, 801-865 n.Chr, Erzbischof von Hamburg und Bremen)

Lesung des Evangelium: Johannes 15,1-8

Halleluja! Lobet Gott in seinem Heiligtum, ※
Alles, was Odem hat, lobe den HERRN!

Halleluja! Der Herr ist auferstanden, ※
er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!

Wir hören den Text und lesen uns selbst laut vor

Christus spricht: Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner. Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; und eine jede, die Frucht bringt, reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe. Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt.

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt die Reben und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen.

Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.

Ehre sei Dir, Herr,/ Lob sei Dir Christus.

Gedanken zum Predigttext: 1.Mose 1,1-4a.26-28.31a;2,1-4a

Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen..., denken wir eigentlich auch so wie der uralte Hymnus Christ ist erstanden? Ohne Ostern gäbe es die Welt schon nicht mehr? Aber seit, dass er erstanden ist, so freut sich alles, was da ist, wie es hieß, bevor Luther es umgedichtet hat in so lobn wir den Vater Jesu Christ - den Schöpfer: Ostern und die Schöpfung, Schöpfung und Neuschöpfung gehören untrennbar zusammen. Goethes Osterspaziergang spielt sie nur scheinbar gegeneinander aus: Jeder sonnt sich heute so gern./ Sie feiern die Auferstehung des Herrn,/ denn sie sind selber auferstanden./ Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,/ aus Handwerks- und Gewerbesbanden,/ aus dem Druck von Giebeln und Dächern,/ aus der Straßen quetschender Enge,/ aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht/ sind sie alle ans Licht gebracht, in das eine (!) Aufleben.

Der Predigttext ist die Schöpfungsgeschichte vom Anfang der Bibel, hier aus Platzgründen in Kurzform, aber eigentlich ganz. Am Anfang - in principio, erzählt sie weniger vom Anfang, als davon, was unsere Welt und unser Leben darin eigentlich bedeuten, denn wir brauchen ein Woher, ein Wozu und schließlich auch ein Wohin:

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war.[...]

Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. [...] Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. [...].

So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. Dies ist die Geschichte von Himmel und Erde, da sie geschaffen wurden.


Und siehe, es war gut, wörtlich gut und mehr: Dieser Kehrvers zu den Schöpfungstagen und ihr hymnischer Stil sollen uns sagen, bei der Welt und bei der Erschaffung der Menschen geht es um ein ganz wichtiges Projekt Gottes, das am siebten Tag mit der Ruhe vollendet wird. Ruhe ist sozusagen der Schlussstein im Weltgewölbe, der alles zusammenhält. Ruhe umfängt aber ganz viel Bewegung: Da ist das Wasser, das chaotische Urmeer, in dem so viel geschieht. Ständig bringt es etwas hervor, aber nichts bleibt. Gott schafft das Licht, so wird alles überhaupt erst sicht- und unterscheidbar. Er schafft eine Feste, ein Himmelsgewölbe, das scheidet und Ordnung in die Welt bringt, Trockenes und Wasser. Er schafft die Zeitrhythmen als Grundordnung mit den Lichtern, Sonne, Mond und Sternen, die diese Zeiten anzeigen. So wird Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen in all ihrer Vielfalt. Das Chaos ist nicht ganz in Ordnung gezwungen. Es ist eine lebendige Ordnung mit eigenen kreativen Kräften, die Gott freisetzt: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist auf der Erde. Und es geschah so. Chaos und Ordnung, dass sinnvolles Handeln in dieser Welt möglich wird: Aussaat und Ernte, gesteuert durch den Rhythmus der Lichter am Himmel und dadurch, dass die Pflanzen und alle Lebewesen fruchtbar sind, dass sie Samen tragen, die ihr Lebensprogramm enthalten, dass sie mit Fruchtbarkeit gesegnet sind, die ein Ja zum Leben bedeutet. Dieses Ja sehen wir jetzt wieder, wenn das winterliche Braun und Grau neu vom Leben überkleidet wird, wie es überall sprießt, auch an den unmöglichsten Orten auf Hoffnung hin, hier könnte Leben möglich sein. Da wird nicht vorher eine Kosten- und Nutzenrechnung aufgestellt, da heißt es Versuch macht klug, und wir versuchen unseren Garten gegen all diese Versuche Raum und Leben zu gewinnen, zu verteidigen.

Und so erleben wir die Welt, als nach Gesetzen geordnet und zugleich so offen, dass wir die Zukunft nicht voraussehen können. So erleben wir auch uns selbst, als in unseren Möglichkeiten begrenzt und zugleich frei und unberechenbar: Eine Welt, die Vertrauen einfordert, aber sich der Kontrolle entzieht. Wir Menschen, die Gott als seine besonderen Partner und Anprechpartner in diese Welt hinein schafft, nicht von der Welt, sondern von Gott: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei. Menschen, die nicht in ihrer jeweiligen Lebenssituation gefangen sind, sondern das Ganze in den Blick nehmen können, die staunen können, dass überhaupt etwas ist und nicht nichts. Menschen, die darum nach dem Sinn des Ganzen fragen, und die sich mit ihrem Fragen immer wieder neu in diese Welt hineinfragen müssen. Die Teil dieser Welt sind, in Ordnung und Chaos, mit Macht als Möglichkeit zu handeln, und zugleich ohnmächtig ausgeliefert. Für uns ist darum der siebte Tag, der Sabbat, der Tag der Ruhe so wichtig, weil Ruhe erlaubt ist, Urlaub erlaubt ist. Denn das zeigt, dass wir nicht mit unserer Arbeit (ein Wort, das ursprünglich "vergebliche Mühe" bedeutet) in der Welt aufgehen, sondern dass diese Welt mit uns mehr ist als um sich selbst kreisende Geschäftigkeit und darum Leben mehr ist als Tun.

Der Ruhetag um sich zu gründen in einer Welt, die uns trägt, um zu spüren, was Jesus im Evangelium seinen Jüngern zum Abschied sagt: Den Strom vom Weinstock zu den Reben, der ein Strom von Liebe und Freude in die Grenzen unseres Lebens hinein ist. Denn es ist diese Liebe, die in ihrer Treue die Welt trägt. Es ist diese Liebe, der wir unser Leben verdanken, und die nicht auffhört: Da ist Ostern mitten in der Zeit die Vollendung der Welt - nicht im Tod, sondern in einem entgrenzten Leben in der Gegenwart Gottes. Einem Leben jenseits von Zeit und Raum. Denn der Gott, der aus Liebe in die Welt gekommen ist, will ohne uns nicht sein, und nimmt uns hinein in seine Bewegung zum Leben. So wird dem ruhenden, dem schauenden Auge alles zum Zeichen einer grenzenlosen Hoffnung, die der Sehnsucht in uns Recht gibt.

Das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat,
Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott,
Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserm Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.

Lied: Gesangbuch 503

Innerlich und oder auch äußerlich gesungen:

1) Geh aus, mein Herz, und suche Freud
in dieser lieben Sommerzeit
an deines Gottes Gaben;
schau an der schönen Gärten Zier
und siehe, wie sie mir und dir
|: sich ausgeschmücket haben.:|

2) Die Bäume stehen voller Laub,
das Erdreich decket seinen Staub
mit einem grünen Kleide;
Narzissus und die Tulipan,
die ziehen sich viel schöner an
|: als Salomonis Seide.:|

3) Die Lerche schwingt sich in die Luft,
das Täublein fliegt aus seiner Kluft
und macht sich in die Wälder;
die hochbegabte Nachtigall
ergötzt und füllt mit ihrem Schall
|: Berg, Hügel, Tal und Felder.:|

6) Die unverdroßne Bienenschar
fliegt hin und her, sucht hier und da
ihr edle Honigspeise;
des süßen Weinstocks starker Saft
bringt täglich neue Stärk und Kraft
|: in seinem schwachen Reise.:|

8) Ich selber kann und mag nicht ruhn,
des großen Gottes großes Tun
erweckt mir alle Sinnen;
ich singe mit, wenn alles singt,
und lasse, was dem Höchsten klingt,
|: aus meinem Herzen rinnen.:|

9) Ach, denk ich, bist du hier so schön
und lässt du's uns so lieblich gehn
auf dieser armen Erden:
was will doch wohl nach dieser Welt
dort in dem reichen Himmelszelt
|: und güldnen Schlosse werden!:|

10) Welch hohe Lust, welch heller Schein
wird wohl in Christi Garten sein!
Wie muss es da wohl klingen,
da so viel tausend Seraphim
mit unverdroßnem Mund und Stimm
|: ihr Halleluja singen.:|

11) O wär ich da! O stünd ich schon,
ach süßer Gott, vor deinem Thron
und trüge meine Palmen:
so wollt ich nach der Engel Weis
erhöhen deines Namens Preis
|: mit tausend schönen Psalmen.:|

12) Doch gleichwohl will ich, weil ich noch
hier trage dieses Leibes Joch,
auch nicht gar stille schweigen;
mein Herze soll sich fort und fort
an diesem und an allem Ort
|: zu deinem Lobe neigen.:|

14) Mach in mir deinem Geiste Raum,
dass ich dir werd ein guter Baum,
und lass mich Wurzel treiben.
Verleihe, dass zu deinem Ruhm
ich deines Gartens schöne Blum
|: und Pflanze möge bleiben.:|

15) Erwähle mich zum Paradeis
und lass mich bis zur letzten Reis
an Leib und Seele grünen,
so will ich dir und deiner Ehr
allein und sonsten keinem mehr
|: hier und dort ewig dienen.:|

Gebet:

Gott, du rufst uns in deine Schöpfung als dein Bild,
und gibst uns die Aufgabe,
mitzuarbeiten an deiner neuen Welt.
Wir bitten dich:
Hilf uns zu sein, wozu du uns berufen hast-
behutsam zu deiner Schöpfung,
zärtlich zu den Menschen um uns herum
und liebevoll im Umgang mit uns selbst.

Gott, vor dich bringen wir,
was uns freut und was uns schmerzt,
all das Elend von dem wir wissen,
unsere Hoffnung und unsere Sehnsucht ...

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Segen (1. Petrus 1,2)

Gott gebe uns viel Gnade und Frieden. Amen.

Einen gesegneten Sonntag wünscht Pastor Helmut Gerber